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Toast Badewanne Schnurrbart; Juno ist ein guter Film

Juno ist ein guter Film

Was, wenn ein 16-jähriges Mädchen schwanger wird? Es kann sein Kind abtreiben, behalten… oder verschenken.

Juno, Schülerin in einer amerikanischen Kleinstadt, entscheidet sich für letzteres. Über ein Anzeigenblatt findet sie ein schönes, gut betuchtes Paar, das sich nichts sehnlicher wünscht als ein Kind. Der Deal wird besiegelt, das Problem scheint beseitigt.

Ist es natürlich nicht. Alles geht drunter und drüber. Das Mädchen mit dem runden Bauch und der großen Klappe stellt Fragen. Nach dem Kind,

„Ich will, dass dieses Kind in einer gesunden Familie aufwächst, und nicht so am Arsch wie alle anderen auf der Welt!“ (sinngemäß aus dem Englischen)

sich selbst

„Ich weiß nicht genau, was für eine Art Mädchen ich bin.“

und, natürlich, nach der Liebe.

„Ich muss wissen, ob zwei Menschen es ein Leben lang miteinander aushalten können.“

Die Antworten gibt es, wenn überhaupt, nur ganz leise. Und was eine klischeehafte Komödie hätte sein können, wird ein toller Film. Trifft einen bestimmten Ton. Geht mit der Welt der Erwachsenen manchmal hart ins Gericht, aber entlarvt auch die Teenager-Coolness – und das alles ohne erhobenen Zeigefinger. Tut irgendwie weh und bringt zum lachen. Das ist schon besonders.

Nominiert für vier Oscars. Kinostart in Deutschland: 20. März. Die Namen der Schauspieler und so kann ich mir nie merken, aber ihr könnt zum Beispiel bei imdb nachschauen.

„Toast Badewanne Schnurrbart; Juno ist ein guter Film“ · 18.02.2008 · Kommentare (1)