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Bitte lächeln, Mona

In den Großstädten fällt es mir immer besonders auf: wir Menschen pilgern. Die heiligen Orte unserer Ahnen haben wir gegen Sehenswürdigkeiten eingetauscht. Einmal angekommen, wird der Moment digitalisiert, verewigt.

Das Absurde ist: wo so viele Menschen auf einmal sind, geht der Moment kaputt. Zumindest für mich. Ich kann an einer überlaufenen Basilique du Sacré-Cœur nichts schönes finden. Und wenn die Leute unterm Eiffelturm die Handy-Kamera zücken, muss ich weg.

Das ändert nichts daran, dass das schöne Dinge sind.

Vielleicht sollte ich es machen wie die Mona. Einfach gelassen lächeln.

„Bitte lächeln, Mona“ · 06.10.2008 · Kommentare (3)

3 Kommentare:


  1. Eine andere Möglichkeit ist sich einen gemütlichen Platz zu suchen und die Leute zu beobachten. Die sind oft ja schon ein Teil der Sehenswürdigkeit geworden. Und das Schöne ist dann noch, dass die Konstellation an unterschiedlichen Besuchern wie du sie gerade siehst doch wieder einmalig ist und schön sein kann. Das mag ich zumindest.

    Alex am 07.10.08 um 16:45

  2. Das stimmt, Alex. Wie im Bild von heute.

    maze am 07.10.08 um 22:36

  3. ja alex das is ziemlich cool. so mach ich das meistens bei sowas. vor allem weil ich menschenmassen schreklich finde. lieber iwo annen rand setzen und die welt “ von außen beobachten“ ;)
    Lg
    Litha

    Litha am 07.10.08 um 23:33

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